11 Sep

Liebe „Handlungspädagoginnen und -pädagogen“
und liebe Interessierte an diesem Ansatz….

…am

Samstag, den 2 1. S e p t e m b e r 2 0 1 9

ist wieder ein Hof Hauser Treffen
zur Handlungspäüdagogik. Hier ist dazu die Einladung, zu kommen…

Beginn ist um 10.00 Uhr, das Ende gegen 17.00 Uhr

Neben kurzen Vorträgen und Berichten werden wir Arbeitsguppen zu verschiedenen
mitbestimmbaren Schwerpunkten und Arbeitseinheiten im Außenbereich haben.

In den letzten beiden Jahren waren diese Treffen ja rar geworden, weil wir die
Fortbildung zur Handlungspädaoggik hier an vier Wopchenenden im Jahr
veranstaltet haben. Der erste Kurs geht jetzt nach drei Jahren zu Ende
und wir können davon berichten, wie so eine Fortbildung wirkt und fortwirkt…

Inzwischen ist die Idee und der Begriff der Handlungädagogik an vielen
Orten weltweit im Prozeß der Verwirklichung und in vielen universitären
und fachschulischen Abschlußarbeiten mehrfach vielfältig bedacht und beschrieben worden.

Deshalb geht es uns hier an einem der Quellorte dieser Idee darum,
wieder eimmal genauer hinzuschauen, was Handlungspädagogik in ihrem
Kern ist (und nicht ist!).

Die Verbindung von Pädagogik und Arbeit ist so ein Kernthema.
Also ist es sinnvoll, über das Wesen der Arbeit als Prozeß
gleichzeitiger und aufeinander bezogener Welt- und Selbstveränderung nachzudenken.

Dabei zu bedenken ist: Es gibt eine lange Geschichte des Mißbrauchs
der (Zwangs- oder Straf-)Arbeit in der Erziehung… und das geht bis heute.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es unter dem „Dach“
vieler kirchlicher Einrichtungen einen bis heute wenig aufgearbeiteten
„Einsatz“ von Kindern in Werkstätten und Wäschereinen, in denen
Zwangsarbeit herrschte. Die Jugendwerkhöfe in der ehemaligen DDR waren
z.T. berüchtigt. Hier ging es um Umerziehung und Brechung von
Widerstand. „Der Strafvollzug beruht auf dem Gedanken der Erziehung der
Besserungsfähigen durch gemeinsame produktive Arbeit.“
(DDR-Verfassungsartikel 137) Das ist noch nicht lange her! Und in
machen westdeutschen Wohnungen stehen wohl noch IKEA-Möbel, die dort
hergestellt wurden.

Heute klingt das vordergründig freundlicher. Wir haben jetzt den Begriff
der „work-life-balance“ , der suggeriert, daß, wo Leben
ist, keine Arbeit sein kann und daß wer arbeitet dabei wohl nicht lebt, und
diese Balance dann auch noch etwas mit Gesundheit zu tun haben
soll. In dieser Zeit (also jetzt) ist es wohl angezeigt, einen anderen
weiteren und lebendigen Begriff von Arbeit zu bilden.
Vielleicht können wir nicht nur über das Wesen der Arbeit nachsinnen
sondern auch die Arbeit als ein Wesen anschauen lernen, das uns hilft, uns selbst
und die Welt in einem Einklang zu verwandeln.

Der Soziologe Hartmut Rosa hat über „Resonanz“ und „Unverfügbarkeit“
viel beachtete Bücher geschrieben, die das aggressive Verhältnis
des immer autonomer sich fühlenden Menschen zur
Natur (auch zu seiner eigenen) thematisieren und ein neues
spirituelles und auf Resonanz gegründetes Weltverhältnis aufrufen –
indes bleibt er die Methoden schuldig, mit denen der Mensch achtsam,
im Einklang und ohne Machtübergriffe zu seiner Mit- und Umwelt in Beziehung
treten soll… Auch hat er als Intellektueller keine Idee von
den Wirkungen handwerklicher Ausbildung, in der die Abstimmung
(das ist Resonanz!!!) zwischen Materie und Kraft und Idee
(Welt, Werkzeug und Wille) über viele Jahre geübt wird.

Hier können wir aufbauend auf seine Problemanalysen mit der Beschreibung
unseres Ansatzes ein Stück weiter kommen!

Mit herzlichem Gruß

vom Hof Hauser

Bitte unbedingt a n m e l d e n : Betreff: Hof Hauser Treffen 2019

ggf. gibt es auf Grund verschiedener mailinglisten eine mehrfache
Zustellung der mail!! Wir bitten das langmütig hinzunehmen…

Wir werden einen Kostenbeitrag von 30,00 Euro für Essen und Aufwand erheben
… und wer etwas zur kulinarischen Begleitung des Treffens
beitragen möchte, möge das bitte gerne tun!!

Montag, 15. Juli 2019
Dr. Manfred Schulze

Arbeitsgemeinschaft für Menschen-
bildung, Sozialkunst und Landbau
Hof Hauser e.V.

Langelmühle
34466 Wolfhagen