1 Nov

Aus- und Weiterbildung Hof Hauser

Wann:
31. März 2017 – 2. April 2017 ganztägig
2017-03-31T00:00:00+02:00
2017-04-03T00:00:00+02:00
Wo:
Hof Hauser
Kontakt:

Hof Hauser  –  Seminare  für Handlungspädagogik

 Die spirituelle und praktische Bedeutung
 der handwerklichen Arbeit im Landbau
 für die gemeinsame Entwicklung
 von Erde und Mensch


Erster Kurs 2017/2018. Vier Wochenenden
auf dem Hof Hauser in Wolfhagen bei Kassel

Handgeschick und Freiheit

Für den autonomen Menschen ist eigenständiges Denken selbstverständlich. In der Zukunft wird zudem eine Bildung der geschickten Handlungs- und Arbeitsfähigkeit für ein aktives selbständiges und schöpferisches Verhältnis zur Welt ausschlaggebend sein. Der Zusammenhang von Handgeschicklichkeit und Denkbefähigung ist offenkundig! Das bedeutet z.B.gegenüber den immer stärker unser Leben beeinflussenden elektronischen Informations- und Fertigungstechnologien ein eigenständiges Urteilsvermögen und die eigene Handlungskompetenz für den Umgang mit diesen Technologien zu behalten. Eine autonomer Mensch hat nicht nur Wissen, sondern weiß auch Bescheid, wie Prozesse gehandhabt und wie Ideen zur Wirklichkeit werden.

 
Die ganze Persönlichkeit

Für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist die Vollständigkeit der Persönlichkeit in diesem Sinne von großer Bedeutung. Begriffe wie Freiheit, Authentizität, Vertrauenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit werden daran gemessen, ob ein Mensch erkennt, was zu tun ist, und dann auch tut, was er sagt. Das ist freies Unternehmertum!

Bildung als Unternehmung

Freie Bildungseinrichtungen und aus ihrem Gründungsimpuls heraus besonders Einrichtungen der Waldorfpädagogik haben dieses Selbstverständnis eines initiativen Unternehmertums in einem von sachfremden Vorgaben freien Geistesleben. Eine Besinnung darauf ist nötig, weil es auf die individuelle Initiative ankommt, wenn ich etwas verwandeln und das Leben selbst in die Hand nehmen will. Um Kindern und Jugendlichen in einem wesentlichen Lebens- und Arbeitszusammenhang die Entwicklung von Aufmerksamkeit, Umsicht, Empathie und Handlungsfähigkeit zu ermöglichen, braucht es eine enge und langfristige Verbindung von Bildungseinrichtungen mit ausgewählten Orten des Landbaus. Denn dort kommen tätiges planendes Unternehmertum und umfassende aus der Arbeit unmittelbar folgende Wirkungszusammenhänge deutlich sichtbar zusammen.

Der Landbau als ökologischer Bildungsort

Bauernhöfe sind im Idealfall Kulturorte, in denen die wechselseitigen Beziehungen zwischen Landschaft, Klima, Böden, Pflanzen und Tieren, sowie der Bezug des Ganzen zur menschlichen Arbeit sichtbar und erfahrbar sind. Besonders in der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise ist das veranlagt. Diese Höfe sind im Sinne von Goethes Bildungsidee noch relativ „vollständige Umgebungen“, weil sie aus der menschlichen Arbeit heraus als ganzheitlicher ökologischer  Sinnzusammenhang geschaffen werden. Diese vielgestaltigen Höfe gehen jedoch in der ökonomisierten Gesellschaft zugrunde. Ihre besondere Aufgabe und Möglichkeit, neben der Erzeugung von Lebensmitteln auch Landschaften, Böden, Pflanzen und Tiere in ihren Wechselbeziehungen für die Zukunft nicht nur nachhaltig zu nutzen, sondern auch weiter zu entwickeln und zu verwandeln, geht damit verloren. Ein bewusst neu gegriffener Bezug zwischen einem Hof und einer Schule, einem Hort oder Kindergarten kann auch neue Perspektiven eröffnen, um solidarische Kooperationen und freie Handlungsräume zwischen Lebensmittelerzeugern und Konsumenten zu schaffen und die menschliche Entwicklungsaufgabe an der Natur wieder zu ergreifen.

Wen wir ansprechen

Der Kurs wendet sich an tätige Pädagogen, Lehrer/innen, Hortner/innen und Erzieher/innen und an Landwirte/innen, Gärtner/innen und Handwerker/innen, die sich in ihrem Arbeitsfeld die Weiterbildung des Menschen, der Arbeit und der Natur vorgenommen haben.


Unser Ziel

Durch Handlungspädagogik erschließt sich für Erzieher/innen und Lehrer/innen das praktische handgreifliche Leben, und für Landwirt/innen und Gärtner/innen wird die erzieherische Dimension ihrer Kulturarbeit deutlicher. Die beruflichen Einseitigkeiten der Sichtweisen werden wechselseitig ergänzt. Es geht in dem auf drei Jahre angelegten Kurs um die Veranlagung von Fähigkeiten der Substanzverwandlung, die so verinnerlicht werden, dass man weiterhin mit Tieren oder Bäumen oder Böden an seinem Wirkungsort so arbeiten kann, dass der Impuls der Handlungspädagogik weiter trägt
Kursaufbau
Die Kurse beinhalten Übungen zur Landschafts- und Pflanzenwahrnehmung, praktische Übungen in verschiedenen handwerklichen Bereichen wie z.B. dem Umgang mit Sense, Spaten, Heureutern und Laubheu. Empathischer Umgang und Zusammenarbeit mit den Tieren, die Belebung der Jahresfeste und der alten „Brauchtumsfeuer“ und  Umgang mit der Asche sind weitere Arbeitsgebiete. Denkanstöße zu den historischen, ökologischen und philosophischen Dimensionen der Handlungspädagogik, zur Anthropologie und Anthroposophie Rudolf Steiners, zu einer Tier- und Pflanzenwesenskunde dienen der Bewegung des Denkens und der Umwendung „alter“ Begriffe .


Termine

Die Kurse finden
am 31.03. bis 02.04.2017
am 30.06. bis 02.07.2017
am 08.09. bis 10.09.2017
am 12.01. bis 14.01.2018
von Freitag um 17.00 Uhr bis
Sonntag um 13.00 Uhr statt.

Kursleiter

Manfred Schulze
Thomas van Elsen,
Peter Guttenhöfer
Planung und Organisation
liegen bei Nicole Lillie

Kosten und Fortsetzung

Kosten: 770,- Euro für das 1. Jahr zusätzlich Verpflegung und Unterkunft für die vier Termine. Günstige Quartiere können vermittelt werden. Der Kurs ist auf drei Jahre angelegt und wird bei genügender Nachfrage fortgesetzt
Weitere Informationen auf der Seite: handlungspaedagogik.org
Anmeldung unter hofhauser@web.de Betreff: Jetzt handeln
Anschrift: Hof Hauser e.V. Langelmühle 34466 Wolfhagen
Tel: 05692 – 1635 Fax: 05692 – 992121
Ansprechpartnerin: Nicole Lillie

Anmeldung