Tiere als Entwicklungsbegleiter

Erst wenn man als Kind die Möglichkeit hat sich liebevoll um etwas zu kümmern – so Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologie Heidelberg), wird man in sich selbst – in seinem Frontalhirn – Vernetzungen anlegen, die dazu führen, das man nicht nur das tut was man gerade will, sondern das man das tut was einem so wichtig ist, das man sich darum kümmern will. Das was da heraus kommt nennt man Selbstdisziplin. Das ist einer der größte Fähigkeiten zu der Menschen  eingeladen werden können, das sie das erfahren können.
Das „sich kümmern“ um die Tiere auf dem Gemeinschaftshof bietet hier besondere Lernmöglichkeiten die im herkömmlichen Schulsystem schwer zu schaffen sind.
In einem schier unerschöpflichen Erfahrungsfeld können Kinder erleben und begreifen, wie  Nutztiere in artgerecht gehalten werden können. In den frühen Kindheitsphasen sind die Kinder sehr offen für die Erlebnisse in der Begegnung mit Pflanzen und Tieren. Dabei entstehen wichtige und einprägsame Erfahrungen die die weitere Sensibilität und Offenheit gegenüber der Außenwelt Prägen. Es wird immer wichtiger, das Kinder Kreisläufe der Natur und die sozialen, ökologischen & ökonomischen Zusammenhänge fruchtbarer & zukunftsfähiger Konzepte nicht nur intellektuell, sonder praktisch erleben und erfahren können.
Die Tiere sprechen hier besonders auch die Emotionen an, Respekt, Ehrfurcht und Liebe.  „Tiere können auch zum Ausgleich von gefühlsmäßig aufgeladenen Situationen (Konflikte,Traurigkeit oder Misserfolg) ihren Beitrag leisten. Sie wirken stabilisierend auf  das kindliche Psyche, weil sie wesentlich dazu beitragen, Freude zu erleben und Trauriges oder Bedrohliches verstärkt abzubauen. Hierbei setzen Tiere aber auch klare Grenzen durch ihre deutlichen Signale.“ (Toma et al im Konzept Willkenhoff)